England – Argentinien: das zweite WM-Halbfinale im Check
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Das zweite Halbfinale der WM 2026 belebt eine der aufgeladensten Rivalitäten des Weltfußballs: England trifft am 15. Juli 2026 auf Titelverteidiger Argentinien – das erste WM-Duell beider Nationen seit 2002. Im Zentrum steht das Duell Harry Kane gegen Lionel Messi. Diese Vorschau ordnet Quoten, Form, H2H und Personallage ein. Stand: 13. Juli 2026.

Inhaltsverzeichnis
Die Ausgangslage
England hat sich durch das Turnier gearbeitet, ohne stets zu überzeugen: 2:1 nach Verlängerung gegen Norwegen, 3:2 gegen Mexiko, 2:1 gegen DR Kongo – vier Siege, ein Remis im K.-o.-Bereich. Gegen Norwegen drehte ein Doppelpack von Jude Bellingham die Partie. Kapitän Harry Kane hält bei sechs Turniertoren, Bellingham zog mit ebenfalls sechs gleich. England jagt das erste WM-Finale seit 1966 – eine 60 Jahre währende Wartezeit.
Argentinien hat als Titelverteidiger die meisten Tore aller vier Halbfinalisten erzielt (17), musste dafür aber zweimal in die Verlängerung – zuletzt beim 3:1 gegen die Schweiz, davor beim 3:2 gegen Kap Verde. Lionel Messi steht bei acht Turniertoren und 21 WM-Karrieretoren (ewiger Rekord); er hat in jedem K.-o.-Spiel getroffen oder aufgelegt. Argentinien will als erst dritte Nation nach Italien (1934/38) und Brasilien (1958/62) den Titel verteidigen – die beiden Verlängerungen könnten allerdings in den Beinen stecken.
Die Quoten und ihre Bedeutung
| Ausgang | Quote | Implizite Wahrscheinlichkeit |
|---|---|---|
| England (1) | 2,60 | ~38 % |
| Unentschieden (X) | 2,90 | ~34 % |
| Argentinien (2) | 3,10 | ~32 % |
1X2-Quoten für 90 Minuten, Stand 13. Juli 2026 (Vormittag). England ist knapp favorisiert; die drei Ausgänge liegen enger beisammen als im ersten Halbfinale – die Buchmacher werten dieses Duell als das offenere.
Head-to-Head: eine geladene Rivalität
England und Argentinien verbindet eine der emotionalsten WM-Rivalitäten überhaupt. Bei Weltmeisterschaften führt England mit drei Siegen (1962, 1966, 2002) gegenüber einem argentinischen Erfolg (1986 – Maradonas „Hand Gottes" und sein „Jahrhunderttor"); 1998 setzte sich Argentinien im Elfmeterschießen durch, das Spiel mit Beckhams Platzverweis. Das letzte WM-Duell datiert von 2002, als David Beckham per Elfmeter zum 1:0 traf. Nun treffen beide erstmals seit 24 Jahren wieder bei einer WM aufeinander.

Das Marquee-Duell hat eine besondere Note: Harry Kane hat in seiner Karriere noch nie gegen Argentinien getroffen, während Lionel Messi noch nie in einem Pflichtspiel gegen England angetreten ist. Messi selbst sagte nach dem Viertelfinale: „It’s special to face the big national teams. I’ve never had the chance to play against England." (übersetzt: „Es ist etwas Besonderes, gegen die großen Nationalmannschaften zu spielen. Ich hatte nie die Gelegenheit, gegen England zu spielen."; beIN Sports, 12. Juli 2026).
Personallage: England ohne Quansah
England muss auf den gesperrten Jarell Quansah verzichten, der die letzte Partie seiner Zwei-Spiele-Sperre absitzt. Jordan Henderson gilt nach einer Handgelenksoperation faktisch als Ausfall; ein Einsatz ist laut Sports Mole jedoch nicht zu 100 Prozent ausgeschlossen. Declan Rice (Magen-Darm-Infekt, gegen Norwegen zur Pause raus) und Ezri Konsa (Oberschenkelkrämpfe) werden dagegen rechtzeitig erwartet. Die zuvor drohenden Sperren im englischen Mittelfeld sind vom Tisch: Nach dem Viertelfinale wurden alle Gelben Karten gelöscht – Bellingham, Rice, Guéhi und O’Reilly sind spielberechtigt.
Bei Argentinien gibt es zwei kleinere Fragezeichen: Lionel Messi wurde im Viertelfinale nahe dem rechten Auge von Granit Xhaka getroffen (mit blutender Wunde), spielte aber die vollen 120 Minuten durch; Cristian Romero wurde gegen die Schweiz wegen Erschöpfung ausgewechselt – beide gelten als einsatzbereit. Sperren hat Argentinien keine.
- Knappe Quoten: England (2,60) ist leicht favorisiert vor Unentschieden (2,90) und Argentinien (3,10).
- Es ist das erste WM-Duell seit 2002 – die Rivalität reicht von 1986 (Maradona) bis 1998 (Beckham).
- Kane hat noch nie gegen Argentinien getroffen, Messi noch nie gegen England gespielt.
- England fehlt der gesperrte Quansah; bei Argentinien sind Messi (Auge) und Romero (Erschöpfung) einsatzbereit.
Fazit
Es ist das offenere der beiden Halbfinale – und emotional das brisantere. England hat den formstärkeren Lauf durch die K.-o.-Runde und mit dem gesperrten Quansah nur einen echten Ausfall, Argentinien dagegen die individuelle Klasse eines Messi in Bestform, aber 60 Verlängerungsminuten mehr in den Knochen. Für das österreichische Publikum ist es das Spiel der Geschichten: 1966 gegen die Titelverteidigung, Kane gegen Messi – frei zu sehen im ServusTV.
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