WM 2026 Teams: Alle 48 Teilnehmer im Überblick

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1930 traten 13 Mannschaften zur ersten Fußball-Weltmeisterschaft in Uruguay an. 1998 waren es 32. Und jetzt, 2026, stehen 48 WM 2026 Teams am Start – eine Zahl, die den Rahmen jedes früheren Turniers sprengt. Vier Debütanten, die zum ersten Mal WM-Luft schnuppern. Drei Gastgeber, die sich auf drei Zeitzonen verteilen. Und ein Kontinent, der zum ersten Mal überhaupt mit nur einem Vertreter antritt.
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada wird das größte Teilnehmerfeld der WM-Geschichte auf den Rasen schicken. Hinter den 48 Mannschaften stehen Qualifikationskämpfe auf sechs Kontinenten, Play-off-Dramen im März 2026 und eine Auslosung im Dezember 2025, die Gruppen geformt hat, über die Fans und Analysten seit Monaten diskutieren. Ich habe mir jeden einzelnen Qualifikationsweg angesehen, und das Ergebnis ist diese Übersicht: alle 48 Teams, sortiert nach Konföderation, mit Gruppe, FIFA-Rang, WM-Historie und Einschätzung.
Für die Wettanalyse ist der Überblick über das gesamte Teilnehmerfeld unerlässlich. Wer nur die Favoriten kennt, verpasst die Value-Gelegenheiten bei den vermeintlich kleinen Teams. Wer die Debütanten ignoriert, unterschätzt die Dynamik, die Außenseiter in das neue 48-Teams-Format einbringen. Die Verteilung der 48 Startplätze nach Konföderationen zeigt die globale Breite: 16 für die UEFA, 9 für die CAF, 8 für die AFC, 6 für die CONMEBOL, 6 für die CONCACAF und 1 für die OFC – dazu kamen 2 interkontinentale Play-off-Plätze. Diese Seite ist dein Nachschlagewerk für alle WM 2026 Teams – vom amtierenden Weltmeister bis zum kleinsten WM-Neuling.
UEFA – Europäische Teams bei der WM 2026
16 Startplätze für Europa, 12 Gruppensieger der Qualifikation plus vier Play-off-Gewinner – und trotzdem hat es Italien nicht geschafft. Die UEFA stellt das größte Kontingent bei der WM 2026, was angesichts der Dichte an Spitzenteams keine Überraschung ist, aber die Konkurrenz innerhalb Europas unterstreicht. Vier der fünf Top-Favoriten auf den WM-Titel kommen aus Europa.
| Team | Gruppe | FIFA-Rang | WM-Teilnahmen | Qualifikation |
|---|---|---|---|---|
| Spanien | H | 1 | 17. | Gruppensieger Quali-Gruppe E |
| England | L | 4 | 17. | Gruppensieger Quali-Gruppe B |
| Frankreich | I | 2 | 17. | Gruppensieger Quali-Gruppe D |
| Deutschland | E | 12 | 21. | Gruppensieger Quali-Gruppe A |
| Portugal | K | 6 | 9. | Gruppensieger Quali-Gruppe F |
| Niederlande | F | 7 | 12. | Gruppensieger Quali-Gruppe C |
| Belgien | G | 8 | 15. | Gruppensieger Quali-Gruppe H |
| Kroatien | L | 10 | 7. | Gruppensieger Quali-Gruppe G |
| Schweiz | B | 15 | 13. | Gruppensieger Quali-Gruppe I |
| Österreich | J | 17 | 8. | Gruppensieger Quali-Gruppe J |
| Norwegen | I | 23 | 4. | Gruppensieger Quali-Gruppe K |
| Schottland | C | 32 | 9. | Gruppensieger Quali-Gruppe L |
| Bosnien und Herzegowina | B | 55 | 2. | Play-off-Sieger Pfad A |
| Tschechien | A | 38 | 2. | Play-off-Sieger Pfad D |
| Schweden | F | 30 | 13. | Play-off-Sieger Pfad B |
| Türkei | D | 28 | 3. | Play-off-Sieger Pfad C |
Spanien kommt als Europameister von 2024 und Nummer 1 der FIFA-Weltrangliste. Die Mannschaft unter Luis de la Fuente hat eine der aufregendsten Offensivreihen des Turniers: Lamine Yamal, mit 18 Jahren bereits in Weltklasse-Sphären, Nico Williams als Tempodribbler und Pedri als Taktgeber im Mittelfeld. Die Qualifikation verlief souverän, die Niederlagenserie auf Pflichtspiel-Ebene liegt bei null seit über einem Jahr. In Gruppe H trifft Spanien auf Uruguay – das mit Abstand härteste Gruppenduell für einen Top-Favoriten.
Frankreich hat unter Didier Deschamps eine Konstanz aufgebaut, die in der WM-Geschichte ihresgleichen sucht: Finale 2018 (Sieg), Finale 2022 (Niederlage im Elfmeterschießen). Kylian Mbappé führt eine Mannschaft an, deren Kadertiefe in jedem Mannschaftsteil mehrere Weltklasse-Alternativen bietet. Die Gruppe I mit Senegal und Norwegen ist allerdings kein Spaziergang – Norwegen mit Erling Haaland war Torschützenkönig der europäischen Qualifikation.
England jagt seit 1966 den WM-Titel und kam bei den letzten beiden Europameisterschaften jeweils ins Finale. Der Kader-Marktwert von 1,29 Milliarden Euro ist der höchste des gesamten Turniers. Die Qualifikation – acht Siege, null Gegentore – war makellos. In Gruppe L wartet mit Kroatien ein Gegner, der bei Großturnieren regelmäßig über den eigenen Leistungsstand hinauswächst.
Deutschland hat die WM-Qualifikation als Gruppensieger abgeschlossen und geht mit einem Kader in das Turnier, der von Jamal Musiala, Florian Wirtz und Kai Havertz geprägt wird. Die Heim-EM 2024 war ein Stimmungsbooster, auch wenn das Viertelfinale gegen Spanien das Ende bedeutete. Julian Nagelsmanns Projekt zeigt Konturen, doch die inkonstante Phase in der Nations League 2025 hat Fragen aufgeworfen.

Österreich – Das ÖFB-Team auf der großen Bühne
Die achte WM-Teilnahme in der Geschichte des österreichischen Fußballs und die erste seit 1998. Das ÖFB-Team unter Ralf Rangnick hat die Qualifikation als Gruppensieger abgeschlossen und sich damit souverän für die Endrunde qualifiziert. Rangnicks Gegenpressing-Philosophie hat aus einer talentierten, aber lange Zeit unstrukturierten Mannschaft eine Einheit geformt, die bei der EM 2024 in Deutschland bis ins Achtelfinale vorstieß und dort erst an der Türkei scheiterte.
Der Kader verbindet Bundesliga-Erfahrung mit Premier-League-Qualität. David Alaba, Marcel Sabitzer, Konrad Laimer und Christoph Baumgartner bilden das Gerüst einer Mannschaft, die taktisch anspruchsvoll spielt und physisch extrem präsent auftritt. In Gruppe J trifft Österreich auf Argentinien (Titelverteidiger), Algerien und Jordanien (Debütant). Das Ziel ist klar: Platz 2 hinter Argentinien und damit der Einzug in die K.o.-Runde. Der Schlüsselmoment wird das dritte Gruppenspiel gegen Algerien am 28. Juni in Kansas City sein.
Unter den weiteren europäischen Teams verdienen Kroatien, die Schweiz und Norwegen besondere Erwähnung. Kroatien bringt die Erfahrung von zwei WM-Halbfinals (2018, 2022) mit und hat mit Luka Modrić einen Anführer, der seine letzte WM bestreiten wird. Die Schweiz hat sich seit 2014 zu einem verlässlichen WM-Teilnehmer entwickelt und profitiert in Gruppe B von der vermeintlich leichtesten Konstellation des Turniers. Norwegen ist das Team um Erling Haaland, den wohl gefährlichsten Einzelstürmer des Turniers, der in der Qualifikation 14 Tore in 10 Spielen erzielt hat – ein Wert, den kein anderer europäischer Qualifikant erreicht hat.
Die vier Play-off-Gewinner vervollständigen das europäische Kontingent. Bosnien und Herzegowina hat im Finale des Play-off-Pfads A Italien im Elfmeterschießen eliminiert – ein Ergebnis, das in der Fußballwelt für Schockwellen sorgte und Italiens dritte WM-Absenz in Folge besiegelte. Tschechien setzte sich im Pfad D gegen Dänemark durch und bringt in Gruppe A mit Mexiko und Südkorea eine der erfahrensten Mannschaften des Play-off-Feldes mit. Schweden hat über den Pfad B die Qualifikation geschafft und trifft in Gruppe F auf die Niederlande und Japan – eine schwere Aufgabe für das Team, das nach einer langen Talfahrt unter neuem Trainer wieder Stabilität gefunden hat. Die Türkei, die den Pfad C gewann, steht in Gruppe D mit den USA und hat für österreichische Zuschauer insofern Relevanz, als die große türkische Diaspora in Österreich die Spiele mit besonderer Leidenschaft verfolgen wird.
CONMEBOL – Südamerikanische Teams
Sechs Startplätze für den Kontinent, der mehr WM-Titel gewonnen hat als jeder andere: Südamerika schickt mit Argentinien den amtierenden Weltmeister, mit Brasilien den Rekordtitelträger und mit Uruguay, Kolumbien, Ecuador und Paraguay vier Mannschaften, die in der mit Abstand härtesten Qualifikation der Welt bestanden haben. Die südamerikanische WM-Qualifikation ist ein 18-Spieltage-Marathon im Jeder-gegen-Jeden-Modus – wer hier überlebt, ist für jedes Turnier gehärtet.
| Team | Gruppe | FIFA-Rang | WM-Teilnahmen | Quali-Platzierung |
|---|---|---|---|---|
| Argentinien | J | 3 | 19. | 1. Platz |
| Uruguay | H | 11 | 15. | 2. Platz |
| Kolumbien | K | 13 | 7. | 3. Platz |
| Ecuador | E | 24 | 5. | 4. Platz |
| Brasilien | C | 5 | 23. | 5. Platz |
| Paraguay | D | 40 | 9. | 6. Platz |
Argentinien beendete die Qualifikation auf Platz 1 mit zwölf Siegen, zwei Unentschieden und vier Niederlagen – eine für südamerikanische Verhältnisse dominante Bilanz. Lionel Messi führt die Mannschaft in seine vermutlich letzte WM, doch das Team hat in den vergangenen zwei Jahren bewiesen, dass es auch ohne den Kapitän funktioniert. Der Copa-América-Sieg 2024 unterstrich die Breite des Kaders, in dem Julián Álvarez, Enzo Fernández und Alexis Mac Allister die nächste Generation bilden.
Brasilien hat den härtesten Weg hinter sich: Platz 5 in der Qualifikation, zehn Punkte hinter Argentinien. Trainer Carlo Ancelotti, seit 2025 im Amt, hat die Defensive stabilisiert, doch die Abhängigkeit von Vinícius Júnior in der Offensive bleibt ein Risikofaktor. Die Selecão hat seit dem Titelgewinn 2002 keinen WM-Pokal mehr gehoben – eine Durststrecke, die für brasilianische Ansprüche eine Ewigkeit ist. In Gruppe C trifft Brasilien auf Marokko, Schottland und Haiti – ein machbarer Weg ins Sechzehntelfinale, aber Marokko (WM-Vierter 2022) ist ein unangenehmer Gruppengegner.
Uruguay unter Marcelo Bielsa hat die Qualifikation als Nummer 2 hinter Argentinien abgeschlossen und verfügt über eine taktisch hervorragend geschulte Mannschaft mit Darwin Núñez als Sturmspitze und Federico Valverde als Herzstück im Mittelfeld. In Gruppe H wartet das Duell mit Spanien – ein Aufeinandertreffen zweier ehemaliger Weltmeister, das als eines der besten Gruppenspiele des gesamten Turniers gilt. Uruguay hat 2022 in Katar in der Gruppenphase enttäuscht, doch die Mannschaft hat seitdem unter Bielsa eine Transformation durchlaufen, die sich in einer neuen Intensität und einem klareren taktischen Muster zeigt.
Kolumbien mit einer Titelquote von 41,00 gehört zu den unterschätzten Mannschaften des Turniers. Die Mannschaft hat in der Qualifikation den dritten Platz belegt und bringt in Gruppe K mit Luis Díaz, Jhon Arias und Richard Ríos eine Offensive mit, die bei jedem großen Turnier für Furore sorgen kann. Portugal als Gruppenkopf wird Kolumbien fordern, doch Platz 2 ist ein realistisches Ziel. Ecuador hat sich unter Trainer Sebastián Beccacece als physisch robuste und taktisch flexible Mannschaft etabliert, die in der Qualifikation gegen Argentinien und Brasilien jeweils Punkte geholt hat. In Gruppe E wartet mit Deutschland ein harter Gegner, aber auch Ecuador hat das Zeug, die K.o.-Runde als Gruppendritter zu erreichen. Paraguay komplettiert das südamerikanische Sextett und könnte in Gruppe D mit den USA und Australien die Rolle des Störenfrieds übernehmen – eine Rolle, in der die Guaraníes historisch immer wieder aufgefallen sind.
CONCACAF – Teams aus Nord- und Mittelamerika
Drei Gastgeberländer und drei Qualifikanten – die CONCACAF stellt sechs Teams bei der Heim-WM 2026. Die USA, Mexiko und Kanada sind als Gastgeber gesetzt; Panama, Haiti und Curaçao haben sich über die Qualifikation ihren Platz erkämpft. Die Region hat bei vergangenen Weltmeisterschaften regelmäßig für Überraschungen gesorgt: Costa Rica erreichte 2014 das Viertelfinale, die USA schalteten 2002 Mexiko im Achtelfinale aus, und Mexiko hat seit 1994 jede WM-Gruppenphase überstanden – bis 2022.
| Team | Gruppe | FIFA-Rang | WM-Teilnahmen | Status |
|---|---|---|---|---|
| USA | D | 14 | 12. | Gastgeber |
| Mexiko | A | 16 | 18. | Gastgeber |
| Kanada | B | 33 | 3. | Gastgeber |
| Panama | L | 42 | 3. | Qualifiziert |
| Haiti | C | 81 | 2. | Qualifiziert |
| Curaçao | E | 90 | 1. (Debüt) | Qualifiziert |
Die USA tragen als Hauptgastgeber 78 der 104 WM-Spiele in ihren elf Stadien aus. Der Heimvorteil ist ein realer Faktor: Die Mannschaft unter Gregg Berhalter hat in den letzten zwei Jahren auf heimischem Boden nur ein Pflichtspiel verloren. In Gruppe D treffen die Amerikaner auf Paraguay, Australien und die Türkei – eine Konstellation, in der der Gruppenaufstieg als Minimum gilt, aber der Gruppensieg keineswegs sicher ist. Der Kader vereint Europa-erfahrene Spieler wie Christian Pulisic, Weston McKennie und Tyler Adams mit einer aufstrebenden Generation, die in der MLS und in europäischen Nachwuchsabteilungen ausgebildet wurde.
Mexiko eröffnet das Turnier am 11. Juni im legendären Estadio Azteca gegen Südafrika – das dritte WM-Eröffnungsspiel, das in diesem Stadion stattfindet. El Tri hat eine der konstantesten WM-Historien aller Teilnehmer, scheiterte aber bei den letzten Turnieren regelmäßig im Achtelfinale – der berüchtigte „Quinto Partido“-Fluch. In Gruppe A mit Südkorea, Südafrika und Tschechien ist Mexiko klarer Favorit auf den Gruppensieger-Titel.
Kanada bestreitet erst seine dritte WM-Teilnahme und die erste seit der Debütteilnahme 1986 (die zweite war 2022 in Katar). In Gruppe B mit der Schweiz, Katar und Bosnien und Herzegowina hat die Mannschaft um Alphonso Davies realistische Chancen auf Platz 2. Curaçao schreibt Geschichte als WM-Debütant und kleinste Nation nach Bevölkerung im Teilnehmerfeld – die Insel mit rund 150.000 Einwohnern hat sich in der CONCACAF-Qualifikation gegen deutlich größere Fußballnationen durchgesetzt. In Gruppe E mit Deutschland trifft Curaçao auf einen übermächtigen Gegner, doch allein die Teilnahme ist ein historischer Triumph.
CAF – Afrikanische Teams
Neun afrikanische Mannschaften bei einer WM – das hat es noch nie gegeben. Die Aufstockung auf 48 Teams hat dem afrikanischen Fußball die Bühne gegeben, die er verdient: Die CAF stellt mit Marokko den WM-Vierten von 2022, mit Senegal einen Viertelfinalisten von 2002, mit der Elfenbeinküste den amtierenden Afrika-Cup-Sieger und mit Kap Verde einen begeisternden Debütanten. Was alle neun Teams gemeinsam haben: Sie kommen aus der härtesten Qualifikation des Kontinents, in der ein einziges verlorenes Spiel das Aus bedeuten kann.
| Team | Gruppe | FIFA-Rang | WM-Teilnahmen |
|---|---|---|---|
| Marokko | C | 9 | 7. |
| Senegal | I | 18 | 4. |
| Ägypten | G | 34 | 4. |
| Elfenbeinküste | E | 36 | 4. |
| Algerien | J | 25 | 5. |
| Tunesien | F | 37 | 7. |
| Südafrika | A | 50 | 4. |
| Ghana | L | 54 | 5. |
| Kap Verde | H | 62 | 1. (Debüt) |
Marokko ist das Aushängeschild des afrikanischen Fußballs. Bei der WM 2022 in Katar schrieb die Mannschaft Geschichte: Siege gegen Belgien, Spanien und Portugal auf dem Weg ins Halbfinale, wo erst Frankreich den Lauf stoppte. In Gruppe C trifft Marokko auf Brasilien – ein Duell, das zu den Highlights der Gruppenphase zählen wird. Die Defensive um Achraf Hakimi und Nayef Aguerd gehört zu den besten des Turniers.
Senegal hat mit Sadio Mané, Kalidou Koulibaly und einer jungen, hungrigen Mannschaft das Potenzial, erneut die K.o.-Runde zu erreichen. In Gruppe I trifft der Senegal auf Frankreich und Norwegen – eine anspruchsvolle Konstellation, in der Platz 2 oder 3 das realistische Ziel ist. Die Elfenbeinküste, amtierender Afrika-Cup-Sieger, bringt eine Mannschaft mit, die unter Emerse Faé zu einer Einheit gewachsen ist und in Gruppe E auf Deutschland trifft. Ägypten mit Mohamed Salah hat in Gruppe G mit Belgien den klarsten Gruppenfavoriten als Gegner, doch der Liverpool-Star kann Spiele im Alleingang entscheiden.
Kap Verde verdient als WM-Debütant einen besonderen Absatz innerhalb der afrikanischen Delegation. Die Inselrepublik hat in der afrikanischen Qualifikation eine Gruppe überstanden, in der auch etablierte Teams wie Burkina Faso vertreten waren, und dabei eine Defensive gezeigt, die auf europäischem Vereinsniveau geschult ist. In Gruppe H mit Spanien und Uruguay werden die „Tubarões Azuis“ (Blaue Haie) vermutlich den letzten Platz belegen, aber ihre Anwesenheit ist ein Symbol für die wachsende Tiefe des afrikanischen Fußballs. Für Wetten bietet Kap Verde in den Handicap- und Spezialmärkten interessante Optionen – besonders in Kombinationswetten mit anderen Außenseitern, die der Markt unterschätzt.
Algerien ist für österreichische Fans besonders relevant: In Gruppe J wird das dritte Gruppenspiel Algerien gegen Österreich am 28. Juni über den Aufstieg entscheiden. Die Mannschaft verfügt über mehrere Bundesliga-erfahrene Spieler und hat in der afrikanischen Qualifikation eine konstante Leistung gezeigt. Tunesien ist ein erfahrener WM-Teilnehmer und in Gruppe F mit den Niederlanden und Japan Teil einer der ausgeglichensten Gruppen. Südafrika eröffnet das Turnier als Gegner Mexikos im Aztekenstadion – eine Wiederholung des Eröffnungsspiels der WM 2010, die in Südafrika selbst stattfand. Ghana trifft in Gruppe L auf England, Kroatien und Panama und wird Mühe haben, den Gruppendritten-Platz zu sichern.
AFC – Asiatische Teams
Acht Startplätze für Asien – eine Verdoppelung gegenüber der WM 2022 in Katar, wo vier asiatische Teams teilnahmen. Die Aufstockung hat den asiatischen Fußball auf der Weltbühne sichtbarer gemacht, und die Qualität der Vertreter ist höher als je zuvor. Japan hat bei den letzten drei WM-Turnieren die Gruppenphase überstanden, Südkorea stand 2002 im Halbfinale, und Saudi-Arabien sorgte 2022 mit dem Sieg gegen Argentinien für eine der größten WM-Sensationen überhaupt.
| Team | Gruppe | FIFA-Rang | WM-Teilnahmen |
|---|---|---|---|
| Japan | F | 19 | 8. |
| Südkorea | A | 21 | 12. |
| Iran | G | 20 | 7. |
| Australien | D | 22 | 7. |
| Saudi-Arabien | H | 56 | 7. |
| Katar | B | 43 | 3. |
| Usbekistan | K | 52 | 1. (Debüt) |
| Jordanien | J | 68 | 1. (Debüt) |
Japan ist das stärkste asiatische Team und gehört zu den Dark Horses des Turniers. Die Mannschaft hat bei der WM 2022 in der Gruppenphase sowohl Deutschland als auch Spanien geschlagen – zwei Ergebnisse, die in der Quotenberechnung oft unterschätzt werden. In Gruppe F trifft Japan auf die Niederlande, Schweden und Tunesien; der Gruppensieg ist realistisch. Der Kader vereint Spieler aus der Bundesliga, der Premier League und der Serie A: Takefusa Kubo, Kaoru Mitoma und Takehiro Tomiyasu stehen für eine Generation, die technisch auf Augenhöhe mit europäischen Top-Nationen agiert.
Südkorea bringt in Gruppe A Erfahrung und Laufstärke mit. Die Mannschaft um Heung-Min Son hat die asiatische Qualifikation souverän gemeistert und ist hinter Mexiko der zweite Favorit auf den Gruppenaufstieg. Der Iran hat trotz der geopolitischen Spannungen rund um seine WM-Teilnahme – die FIFA bestätigte die Startberechtigung trotz des US-Travel-Bans – eine spielstarke Mannschaft zusammengestellt. Drei der vier iranischen Gruppenspiele finden in den USA statt, wo die logistischen Herausforderungen erheblich sein werden.
Australien, das seit 2006 der AFC angehört, hat in Gruppe D mit den USA einen Gastgeber als Gegner und bringt die Erfahrung von sechs WM-Teilnahmen mit. Saudi-Arabien wird im kollektiven Gedächtnis immer mit dem Sieg gegen Argentinien 2022 verbunden bleiben – eine Sensation, die zeigt, dass dieses Team bei jedem Turnier für eine Überraschung gut ist. In Gruppe H mit Spanien und Uruguay ist das Weiterkommen unwahrscheinlich, aber ein erneuter Coup nicht ausgeschlossen.
Katar, Gastgeber der WM 2022, nimmt als aktiver Qualifikant teil und trifft in Gruppe B auf Kanada, die Schweiz und Bosnien und Herzegowina – eine schwere Aufgabe für eine Mannschaft, die bei der Heim-WM in der Gruppenphase scheiterte. Usbekistan und Jordanien sind die beiden asiatischen WM-Debütanten: Usbekistan hat sich über die asiatische Qualifikation verdient durchgesetzt und trifft in Gruppe K auf Portugal und Kolumbien. Jordanien – für österreichische Fans der erste Gruppengegner des ÖFB-Teams – erreichte 2024 das Finale des Asien-Cups und ist als Debütant deutlich stärker einzuschätzen, als es der FIFA-Rang von 68 vermuten lässt.
OFC – Ozeanien bei der WM
Ein einziger Vertreter für einen ganzen Kontinent – Neuseeland trägt bei der WM 2026 die Fahne Ozeaniens. Das war nicht immer so: Die OFC hatte bei vergangenen Turnieren oft gar keinen automatischen Startplatz, sondern musste über interkontinentale Play-offs um ein Ticket kämpfen. Die Aufstockung auf 48 Teams hat der Konföderation erstmals einen garantierten Platz gesichert.
Die All Whites, wie die neuseeländische Nationalmannschaft heißt, haben bei ihrer bisher besten WM-Teilnahme 2010 in Südafrika drei Unentschieden erreicht – darunter ein 1:1 gegen den späteren Weltmeister Italien. Der Kader stützt sich auf Spieler, die in der australischen A-League, der englischen Championship und vereinzelt in höheren europäischen Ligen aktiv sind. In Gruppe G trifft Neuseeland auf Belgien, Ägypten und den Iran. Der Gruppenaufstieg als Dritter ist mathematisch möglich, wird aber angesichts der Gruppenstärke eine enorme Überraschung erfordern. Für Wetten bietet Neuseeland in Handicap-Märkten und „Erzielt ein Tor“-Wetten interessante Optionen, weil der Markt die Mannschaft tendenziell unterschätzt – ähnlich wie 2010, als kaum jemand ein Unentschieden gegen Italien für möglich gehalten hatte.

WM-Debütanten 2026 – Kap Verde, Curaçao, Jordanien, Usbekistan
Vier Mannschaften betreten in diesem Sommer Neuland, und jede einzelne hat eine Geschichte, die weit über den Sport hinausgeht. Ein Inselstaat vor der westafrikanischen Küste, eine karibische Insel mit 150.000 Einwohnern, ein kleines Königreich im Nahen Osten und eine ehemalige Sowjetrepublik in Zentralasien – die WM 2026 bringt den Weltfußball buchstäblich an Orte, die bisher noch nie auf dieser Bühne standen.
Kap Verde, gelost in Gruppe H mit Spanien, Uruguay und Saudi-Arabien, ist die bemerkenswerteste Qualifikationsgeschichte des gesamten Turniers. Die Inselrepublik mit rund 600.000 Einwohnern hat in der afrikanischen Qualifikation etablierte Fußballnationen hinter sich gelassen. Der Kader besteht fast vollständig aus Spielern, die in europäischen Ligen spielen – von der portugiesischen Primeira Liga über die belgische Pro League bis zur französischen Ligue 2. In der Gruppenphase erwartet niemand den Aufstieg, doch die Teilnahme selbst ist der Titel für dieses Team. Für Wetten bietet Kap Verde in Handicap-Märkten und „Erzielt ein Tor“-Wetten interessante Optionen.
Curaçao schreibt eine ähnliche Geschichte aus der Karibik. Die Insel mit einer Fläche von 444 Quadratkilometern und einer Bevölkerung, die kleiner ist als die eines Wiener Bezirks, hat sich durch die CONCACAF-Qualifikation gekämpft und dabei Teams wie Guatemala und El Salvador hinter sich gelassen. Der Kader profitiert von der Doppelstaatsbürgerschafts-Regelung: Mehrere Spieler sind in den Niederlanden geboren und aufgewachsen, spielen in der Eredivisie oder darunter und haben sich für die Nationalmannschaft des karibischen Herkunftslandes entschieden. In Gruppe E trifft Curaçao auf Deutschland – ein Spiel, das am 14. Juni in Houston stattfindet und für die Insel das größte Sportereignis ihrer Geschichte sein wird.
Jordanien ist der Debütant, der das ÖFB-Team am direktesten betrifft. Am 17. Juni um 06:00 Uhr MESZ in Santa Clara ist Jordanien der erste WM-Gegner Österreichs. Die Mannschaft unter Trainer Hussein Ammouta hat 2024 das Finale des Asien-Cups erreicht – ein Ergebnis, das die Fußballwelt überrascht hat. Das Team spielt diszipliniert, physisch stark und ist im Umschaltspiel gefährlich. Wer Jordanien als „leichten Gegner“ abtut, hat die Entwicklung des asiatischen Fußballs in den letzten fünf Jahren verschlafen. In den Wettquoten wird Jordanien als Gruppenletzter gehandelt, doch ich erwarte mindestens ein Ergebnis, das den Markt überrascht.
Usbekistan komplettiert das Quartett der Debütanten und trifft in Gruppe K auf Portugal und Kolumbien – auf dem Papier eine der härtesten Gruppen für einen Neuling. Die Mannschaft hat in der asiatischen Qualifikation bewiesen, dass sie taktisch organisiert und physisch belastbar ist. Der Fußball in Usbekistan hat in den letzten Jahren einen Professionalisierungsschub erlebt, der sich in besserer Jugendausbildung und mehr Spielern in ausländischen Ligen niederschlägt. Auch wenn der Gruppenaufstieg unwahrscheinlich ist, könnte Usbekistan für eine Überraschung sorgen – besonders in einem Format, in dem die besten Gruppendritten weiterkommen.
Prominente Abwesende – Italien, Chile, Nigeria
48 Startplätze, und trotzdem fehlen Namen, die bei einer WM eigentlich selbstverständlich wirken. Der prominenteste Abwesende ist Italien – zum dritten Mal in Folge nicht bei einer WM dabei. Nach den verpassten Turnieren 2018 und 2022 scheiterte der vierfache Weltmeister im europäischen Play-off an Bosnien und Herzegowina, das sich im Elfmeterschießen durchsetzte. Für den italienischen Fußball ist das eine Krise, die weit über sportliche Enttäuschung hinausgeht: Eine ganze Generation italienischer Fans wächst auf, ohne ihr Land je bei einer Weltmeisterschaft gesehen zu haben.
Chile, zweimaliger Copa-América-Sieger (2015 und 2016) und bei der WM 2014 Achtelfinalist, hat die südamerikanische Qualifikation auf Platz 8 abgeschlossen – drei Punkte hinter dem letzten Qualifikationsplatz. Die goldene Generation um Alexis Sánchez und Arturo Vidal ist gealtert, ohne dass ein gleichwertiger Nachfolgerjahrgang nachrückte. Für die chilenischen Fans, die 2022 ebenfalls zuschauen mussten, ist das eine bittere Verlängerung der Durststrecke.
Nigeria, der Super Eagles, fehlt ebenfalls – eine Abwesenheit, die in der afrikanischen Qualifikation für Schlagzeilen sorgte. Das westafrikanische Fußball-Schwergewicht scheiterte in der Gruppenphase der afrikanischen Qualifikation und verpasste damit erstmals seit 2014 eine WM. Der nigerianische Fußball befindet sich in einem Umbruch, der durch Trainerentlassungen, Verbandsstreitigkeiten und den Verlust von Schlüsselspielern geprägt ist. Für den afrikanischen Fußball insgesamt ist Nigerias Abwesenheit ein Verlust, denn die Super Eagles gehören zu den bekanntesten und beliebtesten Teams des Kontinents.
Weitere bemerkenswerte Abwesende sind Dänemark, das im europäischen Play-off an Tschechien scheiterte, und Wales, das in der Qualifikation keinen Platz unter den ersten sechs der Gruppe erreichte. Auch Kamerun – fünfmaliger WM-Teilnehmer und Heimat des legendären Roger Milla – fehlt bei der WM 2026. Die Aufstockung auf 48 Teams hat die Zahl der Abwesenden zwar reduziert, aber Verpasstes wiegt für die Fans dieser Nationen umso schwerer, weil die Hürde objektiv niedriger lag als je zuvor.
Das stärkste WM-Teilnehmerfeld aller Zeiten?
48 WM 2026 Teams aus sechs Konföderationen, vier Debütanten, drei Gastgeber und ein Titelverteidiger, der in derselben Gruppe wie das ÖFB-Team gelandet ist. Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 bringt mehr Nationen, mehr Spieler und mehr Geschichten zusammen als jedes Turnier zuvor. Ob das auch „das stärkste Feld“ bedeutet, hängt vom Maßstab ab: Die Spitze ist so dicht besetzt wie selten zuvor – fünf realistische Titelkandidaten statt der üblichen zwei bis drei. Die Breite ist durch die Aufstockung gewachsen, und damit auch die Zahl der Mannschaften, die man genauer analysieren muss, statt sie als Kanonenfutter abzuschreiben.
Was diese WM für Wettende besonders macht: Das neue Format mit 48 Teams und dem Aufstieg der besten Gruppendritten verändert die Dynamik grundlegend. Mannschaften, die bei einer 32-Teams-WM keine Chance auf die K.o.-Runde gehabt hätten, können diesmal weiterkommen. Das erzeugt mehr Spannung in den Gruppen und mehr Wettgelegenheiten in Märkten, die bei früheren Turnieren schnell entschieden waren. Die afrikanischen und asiatischen Mannschaften profitieren besonders: Neun CAF-Teams und acht AFC-Teams bringen Tiefe und Unberechenbarkeit in ein Turnier, das unter dem alten Format homogener gewesen wäre.
Für die Wettanalyse ist der Überblick über das gesamte Teilnehmerfeld unerlässlich. Value liegt nicht bei den Top-Favoriten mit ihren durchleuchteten Quoten, sondern bei den Teams im Mittelfeld und am Rand, wo weniger Daten verfügbar sind und der Markt gröber kalkuliert. Die Debütanten, die unterschätzten afrikanischen und asiatischen Mannschaften, die Play-off-Gewinner mit ihrer Momentum-Dynamik – hier entstehen die Wettgelegenheiten, die den Unterschied zwischen einem durchschnittlichen und einem erfolgreichen WM-Wetter ausmachen. Der Weg zum fundierten Tipp beginnt mit der Kenntnis aller 48 Teilnehmer, und diese Übersicht war der erste Schritt dorthin.